Mittwoch, 3. April 2013


Skype Audiokonferenz                                                               E-Didaktik 2013
                                                                                                                                           

Protokoll vom 3.4.2013

Online waren:             Norbert, Annika und Judith
Entschuldigt:               Sara


1. Runde:            Kurze Stellungnahme zu den eigenen Erfahrungen mit selbstgesteuertem    
                              Lernen im 1. Takt
Annika:
beschreibt viel Disziplin im prompten erledigen der konkreten Aufgaben wie Kurzportrait, Audiochat und lesen des Textes.
Das Verfassen der Reflexion hat sie mehr Energie gekostet.
Allgemein belasten die vielen Aufgaben neben all den anderen Pflichten/Pendenzen (Job, Jugendlager, Weiterbildung).
Die Taktung ist eng gesteckt und lässt kaum ein Verweilen zu. Die Angabetermine sind mühsam – man fühlt sich fast etwas genötigt.
Die Motivation mit diesen Medien zu arbeiten ist voll da und das nötige Know How ist vorhanden. Bravo! :-)
Das Zeitmanagement hinkt.

Norbert:            (meldet sich direkt aus der Slowakei)
Alles ist neu – er sieht sich als „noch“ blindes Huhn und pickt die ganzen Körner, die uns Peter und Caspar vorwerfen, genüsslich auf.
Die Motivation liegt darin, dass Norbert für seine 11-19jährigen Schüler eine E-Plattform errichten muss. Im Austausch mit seinem Arbeitskollegen & der Schulleitung ist herausgekommen dass die „Jungen“ mit diesen Medien motivierter sind, eher bereit sind zu lesen und zu schreiben – Lernzuwachs statt findet. Schulamt und Eltern fordern diese neue Art des Unterrichtens & Norbert greift die Gelegenheit beim Schopf.
Das Zeitmanagement ist nicht sein Steckenpferd.

Judith:
Das Aufteilen in Takte ist super hilfreich. Andernfalls würden all die Aufgaben erst auf den letzten Drücker/in der letzten Woche erledigt und die nötige Verarbeitungszeit mit entsprechendem Lernzuwachs/Verinnerlichen bliebe aussen vor.
Positive Erlebnisse wie Audioskype und Rückmeldungen von Seiten der Kursleitung fördern die Motivation und auch die Verbindlichkeit.
Das wohlorganisierte Auftreten, die Farbenpracht und Vielfalt an Aufträgen machen Lust auf mehr.

2. Runde:      Austausch und Fragen

genötigt:           Annika kommentiert das genötigt werden so: einerseits sind die Phasen mühsam (sehr kurz), andererseits sieht sie die Disziplinierungsmassnahme auch als hilfreich. 
Slowakei:          Wir drei haben in den letzten Wochen Ferien/Jugendlager geniessen können. Die einen haben während dieser Zeit online gearbeitet, Texte gelesen, Skypekonferenzen geführt. Die andern haben erst recht nicht arbeiten können.   Wie weit soll E-Learning in die freie Zeit, in Ferien Einzug halten können/dürfen?
müssen:           Müssen wir am Schluss nicht alle? Die Frage ist doch nur wie? Über welche Unterrichtsformen/Medien. So wird aus dem „Müssen“ allenfalls ein „Dürfen“.          
Auf den letzten Drücker:           Lässt sich vermeiden, wenn man die entsprechenden Takte einhält/organisiert. Das Arbeiten/Lernen über eine längere Phase mit stetem Tropfen auf den Stein, hinterlässt entsprechend mehr Spuren. Der Lernzuwachs ist grösser, ist gewährleistet.


3. Runde:      Fazit:

wir sind uns einig über folgende Punkte, Fragen und Antworten:

Alle Konferenzmitglieder haben/hatten Mühe mit dem Zeitmanagement und sind schlussendlich froh über das in Takten „genötigt werden“.
Alle Beteiligten sind motiviert. Die Motive sind aber unterschiedlichen Ursprungs.
Die Zeit stellt immer wieder ein Problem dar. In welchem Verhältnis steht der grosse Aufwand im Arrangieren der E-Einheiten mit dem Ergebnis?
Im Moment sind die Takt-Inhalte noch sehr allgemein gehalten. Wie lassen sich Chats, Foren und Skype mit den Schuleigenen Plattformen vereinbaren.






Menzingen, 3.4.2013                                                                                                   Judith Schnyder

1 Kommentar:

  1. Liebe Judith

    Vielen Dank für deine detaillierten Rückmeldung. So kann ich mir die Inhalten und den Ablauf eures Skype-Chats (mit internationaler Beteiligung ! :-) sehr gut vorstellen.

    Zum Thema «Zeitmanagement» habe ich dir unten ein paar Punkte aufgeführt, welche ich bereits auch anderen Teilnehmenden unseres Kurse geschrieben habe. Diese Sache ist überall ein Thema.

    Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag beim E-Learning gilt es tatsächlich immer im Auge zu behalten. Aufwändige E-Learning Einheiten lohnen sich v.a. wenn sehr viele Lernende davon profitieren können und wenn diese mehrmals eingesetzt werden können. Dh. z.B. über mehrere Veranstaltungen oder zum Selbststudium *und* im Präsenzunterricht oder zur Wissensvermittlung *und* zur Prüfungsvorbereitung etc.

    Auf der anderen Seite ist es heute sehr einfach mit Hilfe eines Laptops oder eines iPads gewisse Dinge per Audio- oder Videoaufnahme zu erklären/präsentieren. Wir möchten euch Mut machen solche Sachen - z.B. in eurem Mini-Projekt - einfach einmal auszuprobieren.

    Wichtig ist, dass du deine E-Learning Massnahmen nicht als "Zusatzarbeiten zum Normalprogramm" planst, sondern diese als fixe Bestandteile deiner Veranstaltung planst und dir und den Studierenden dafür genügend Zeit reservierst. So könnte z.B. auch einmal ein "E-Produkt" als formativer Leistungsnachweis eingesetzt werden.

    Viele Grüsse
    Caspar

    -----------
    Liebe alle

    Ich gehe mit dir/euch einig, dass eine (zu) enge Taktung wenig Raum für eigentliche Selbststeuerung lässt. Unglücklicherweise mussten wir dieses die Takte aus organisatorischen Gründen auf zwei Wochen verkürzen. Bewährt hat sich in der Vergangenheit eine Taktlänge von drei Wochen, welche dann auch etwas "Luft" für individuelle Gestaltung lässt

    Wenn ich mit einer mir bislang unbekannten Gruppe von Lernenden E-Learning einführe, hat eine straffe Taktung aber auch einige Vorteile:
    - Alle Lernenden sind mehr oder weniger "gleich weit". Damit ist sicher gestellt, dass kooperative Szenarien überhaupt sinnvoll durchgeführt werden können.
    - Lernende, welche mit der Technik überfordert sind können von mir als Dozent rasch identifiziert werden
    - Lernende welche neben ihren übrigen Verpflichtungen eigentlich gar keine Zeit für den E-Learning-Kurs haben, werden ebenfalls rasch erkannt und können von mir entsprechend beraten werden

    Im Laufe der Veranstaltung oder in einem folgenden Kurs könne die E-Learning Szenarien dann freier gestaltet werden.

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