Skype Audiokonferenz
E-Didaktik 2013
Protokoll vom 3.4.2013
Online waren: Norbert,
Annika und Judith
Entschuldigt: Sara
1. Runde: Kurze
Stellungnahme zu den eigenen Erfahrungen mit selbstgesteuertem
Lernen im 1.
Takt
Annika:
beschreibt viel Disziplin im prompten
erledigen der konkreten Aufgaben wie Kurzportrait, Audiochat und lesen des
Textes.
Das Verfassen der Reflexion
hat sie mehr Energie gekostet.
Allgemein belasten die vielen
Aufgaben neben all den anderen Pflichten/Pendenzen (Job, Jugendlager,
Weiterbildung).
Die Taktung ist eng gesteckt
und lässt kaum ein Verweilen zu. Die Angabetermine sind mühsam – man fühlt sich
fast etwas genötigt.
Die Motivation mit diesen
Medien zu arbeiten ist voll da und das nötige Know How ist vorhanden. Bravo!
:-)
Das Zeitmanagement hinkt.
Norbert: (meldet
sich direkt aus der Slowakei)
Alles ist neu – er sieht sich
als „noch“ blindes Huhn und pickt die ganzen Körner, die uns Peter und Caspar
vorwerfen, genüsslich auf.
Die Motivation liegt darin,
dass Norbert für seine 11-19jährigen Schüler eine E-Plattform errichten muss. Im Austausch mit seinem
Arbeitskollegen & der Schulleitung ist herausgekommen dass die „Jungen“ mit
diesen Medien motivierter sind, eher bereit sind zu lesen und zu schreiben –
Lernzuwachs statt findet. Schulamt und Eltern fordern diese neue Art des
Unterrichtens & Norbert greift die Gelegenheit beim Schopf.
Das Zeitmanagement ist nicht sein Steckenpferd.
Judith:
Das Aufteilen in Takte ist
super hilfreich. Andernfalls würden all die Aufgaben erst auf den letzten
Drücker/in der letzten Woche erledigt
und die nötige Verarbeitungszeit mit entsprechendem Lernzuwachs/Verinnerlichen bliebe
aussen vor.
Positive Erlebnisse wie
Audioskype und Rückmeldungen von Seiten der Kursleitung fördern die Motivation
und auch die Verbindlichkeit.
Das wohlorganisierte
Auftreten, die Farbenpracht und Vielfalt an Aufträgen machen Lust auf mehr.
2. Runde: Austausch
und Fragen
genötigt: Annika
kommentiert das genötigt werden so: einerseits sind die Phasen mühsam (sehr
kurz), andererseits sieht sie die Disziplinierungsmassnahme auch als
hilfreich.
Slowakei: Wir
drei haben in den letzten Wochen Ferien/Jugendlager geniessen können. Die einen
haben während dieser Zeit online gearbeitet, Texte gelesen, Skypekonferenzen
geführt. Die andern haben erst recht nicht arbeiten können. Wie weit soll E-Learning in die
freie Zeit, in Ferien Einzug halten können/dürfen?
müssen: Müssen
wir am Schluss nicht alle? Die Frage ist doch nur wie? Über welche
Unterrichtsformen/Medien. So wird aus dem „Müssen“ allenfalls ein „Dürfen“.
Auf den letzten Drücker: Lässt
sich vermeiden, wenn man die entsprechenden Takte einhält/organisiert. Das
Arbeiten/Lernen über eine längere Phase mit stetem Tropfen auf den Stein,
hinterlässt entsprechend mehr Spuren. Der Lernzuwachs ist grösser, ist
gewährleistet.
3. Runde: Fazit:
wir sind uns einig über folgende Punkte, Fragen und
Antworten:
Alle Konferenzmitglieder
haben/hatten Mühe mit dem Zeitmanagement und sind schlussendlich froh über das
in Takten „genötigt werden“.
Alle Beteiligten sind
motiviert. Die Motive sind aber unterschiedlichen Ursprungs.
Die Zeit stellt immer wieder
ein Problem dar. In welchem Verhältnis steht der grosse Aufwand im Arrangieren
der E-Einheiten mit dem Ergebnis?
Im Moment sind die
Takt-Inhalte noch sehr allgemein gehalten. Wie lassen sich Chats, Foren und
Skype mit den Schuleigenen Plattformen vereinbaren.
Menzingen, 3.4.2013 Judith Schnyder
Liebe Judith
AntwortenLöschenVielen Dank für deine detaillierten Rückmeldung. So kann ich mir die Inhalten und den Ablauf eures Skype-Chats (mit internationaler Beteiligung ! :-) sehr gut vorstellen.
Zum Thema «Zeitmanagement» habe ich dir unten ein paar Punkte aufgeführt, welche ich bereits auch anderen Teilnehmenden unseres Kurse geschrieben habe. Diese Sache ist überall ein Thema.
Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag beim E-Learning gilt es tatsächlich immer im Auge zu behalten. Aufwändige E-Learning Einheiten lohnen sich v.a. wenn sehr viele Lernende davon profitieren können und wenn diese mehrmals eingesetzt werden können. Dh. z.B. über mehrere Veranstaltungen oder zum Selbststudium *und* im Präsenzunterricht oder zur Wissensvermittlung *und* zur Prüfungsvorbereitung etc.
Auf der anderen Seite ist es heute sehr einfach mit Hilfe eines Laptops oder eines iPads gewisse Dinge per Audio- oder Videoaufnahme zu erklären/präsentieren. Wir möchten euch Mut machen solche Sachen - z.B. in eurem Mini-Projekt - einfach einmal auszuprobieren.
Wichtig ist, dass du deine E-Learning Massnahmen nicht als "Zusatzarbeiten zum Normalprogramm" planst, sondern diese als fixe Bestandteile deiner Veranstaltung planst und dir und den Studierenden dafür genügend Zeit reservierst. So könnte z.B. auch einmal ein "E-Produkt" als formativer Leistungsnachweis eingesetzt werden.
Viele Grüsse
Caspar
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Liebe alle
Ich gehe mit dir/euch einig, dass eine (zu) enge Taktung wenig Raum für eigentliche Selbststeuerung lässt. Unglücklicherweise mussten wir dieses die Takte aus organisatorischen Gründen auf zwei Wochen verkürzen. Bewährt hat sich in der Vergangenheit eine Taktlänge von drei Wochen, welche dann auch etwas "Luft" für individuelle Gestaltung lässt
Wenn ich mit einer mir bislang unbekannten Gruppe von Lernenden E-Learning einführe, hat eine straffe Taktung aber auch einige Vorteile:
- Alle Lernenden sind mehr oder weniger "gleich weit". Damit ist sicher gestellt, dass kooperative Szenarien überhaupt sinnvoll durchgeführt werden können.
- Lernende, welche mit der Technik überfordert sind können von mir als Dozent rasch identifiziert werden
- Lernende welche neben ihren übrigen Verpflichtungen eigentlich gar keine Zeit für den E-Learning-Kurs haben, werden ebenfalls rasch erkannt und können von mir entsprechend beraten werden
Im Laufe der Veranstaltung oder in einem folgenden Kurs könne die E-Learning Szenarien dann freier gestaltet werden.